DriveWithTheDog

2014 – Norwegen 09

Vang – 05.06.2014. JETZT kommt das Abenteuer hinzu! Reise zu Ende? Mal sehen… Aber mitten im Nirgendwo geschah es, kurz hinter der Stadt “Geilo” überhitzte schlagartig der Motor. Innerhalb von einer Minute stieg die Temperatur um ca. 40C° und das Wasser verdampfte. Toll – äh Geilo! Sofort rechts ran, kontrolliert was los ist. Wassertank leer. KACKE! Zum Glück steht der Wagen vorne Hoch. Also erst mal den T3 im Regen bei 7 Grad entlüften. Danke, nein Geilo!!!

Kartenbild

Tja – laut Betriebsanleitung soll es eine Entlüftungsschraube geben. Haben wir nicht. Stimmt… ist ja auch ein anderer Kühler. Also schlauch demontiert. Dann sollte die Luft ja aus dem Kühler gedrückt werden.
Zu allem Überfluss war der Boardwassertank mit Trinkwasser nach 5 Liter alle – Geilo! Nach langen überlegen haben wir das Wasser von einem leerstehenden Haus, aus dem Fallrohr einer Regenrinne gezapft. Nach dem entlüften haben wir es noch ein paar KM geschafft. Ca. nach 50 KM kochte der Wagen wieder – entschuldigt das Wasser. Anscheinend kommen Abgase in den Kühlkreislauf. Leider platzte bzw. riss der Ausgleichsbehälter minimalistisch auf.  Bergab süppt das Wasser extremer raus als Bergauf. Dummerweise direkt auf die Lichtmaschine. Die verweigert nun auch ihr Dienst. Wie dem auch sei, Wagen wieder heiß und das 1200M über NN – hier holten wir uns jetzt Wasser aus einem zum Teil zugefrorenen See. 8 Liter in alten Pfandflaschen! Sehr gut!! In den weiteren 30KM saß meine Frau hinten und goss einen Liter nach dem anderen nach – bzw. alle 5km ca. ein Liter. Damit schaften wir es erst zu einem Campingplatz in dem wir uns um einer Werkstatt erkundigten und dann weiter zu eben dieser – leider nur ein LKW Werkstatt. Der konnte nur schauen und meinte, es muss ein neuer Wassertank her, sowas hat er aber nicht. Interessant auch: Fluchen auf Norwegisch hat die gleiche Tonlage wie die, die wir in Deutschland haben. Ich hörte nur sowas wie “Ford Motors … VW Bus … “ und der Kollege von dem “Di klän suspected” Da müssen wir noch 80KM weiter Richtung Odda – da wäre die erste Werkstatt, die helfen könnte – eigentlich brauch ich ein x-beliebigen Tank, hauptsache 3 Anschlüsse und gleicher Schlauchdurchmesser.
Sonst gibt es nach Odda noch ein Schrottplatz.
Naja was solls, es ist ja schon spät, als zu dem tollen Campingplatz und da das Schlafquartier aufgeschlagen. *Ironie versteckt sich hier*

Okay, Ende mit dem Trübsal blasen. Eigentlich hatten wir heute eine abwechslungsreiche und wunderbare Landschaft – dessen Kälte und Härte uns auch bewusst wurde, als wir neues Kühlwasser abschöpfen mussten.
Wir sind vom saftigen, grünen weiden in ein Tunnel rein, und nach ein paar Minuten und anscheinend Höhenmetern später in einer Eislandschaft raus. Zumindest in einem solche Tal. Meter für Meter ging es weiter Hoch, bis wir in der Schneelandschaft angekommen sind. Wirklich wie auf einem Schlag, ohne vor Ankündigung, sind wir direkt im Schneegestöber gelandet. Ich hatte sogar Sorge, dass es glatt sein könnte. Es gab hier oben noch zugefrorene Seen – Bäche und Wasserfälle die sich unter der Schneedecke her den Weg suchen. Atemberaubend. Wie eine andere Welt! Dabei sind wir doch gerade erst aus der Stadt Geilo raus – ja die gibt’s wirklich!

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Seeee wir kommen, brauchen Wasser!

Ein weiterer toller Moment, eine Elchkuh – zumindest vermuten wir das es ein Kuh war – in freier Wildbahn! Leider hatten wir zu dem Zeitpunkt keine Kamera bereit – somit bleiben nur ein paar Handyfotos! Die Tierchen sind aber ziemlich riesig, so groß wie ein Rind –nur etwas anders vom Körperbau. Aber WOW! Ich hab schon Berichte gelesen, das andere erst nach dem 4. Mal das Glück haben einen Elch zu sehen. Dass wir gleich beim ersten Urlaub dieses Glück hatten freute uns um so mehr. Bild kann vergrößert werden.

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Während wir am Kochen waren, hatten wir die Möglichkeit Touristen zu gaffen 🙂 denn die sind gerade mit der Fähre zu dem Dörfchen gekommen, in denen wir uns jetzt befinden. Das Dörfchen wiederrum macht ein ganz netten Eindruck. Überall Blumen, Deko – richtig willkommen fühlt man sich hier. Selbst die Bäume zum Ortseingang sind geschmückt oder bestrickt. Auch der Vorhof vom Rathaus oder was auch immer das für ein Haus ist, ist dekorativ geschmückt. Seht selber. Wohlfühlen tut man sich hier doch, oder?

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Und unsere Aussicht auf dem Campingplatz:

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Auch der Hund wird gerade in voller Konzentration professionell geärgert.

Schauen wir mal, was der Tag uns morgen bringt. Schlechter geht es ja nicht, evtl. nur besser :-). Dennoch sind wir uns einig, der Bulli bleibt bei uns, auch wenn er gerade ärger macht. Schauen wir mal ob wir ein druckfesten Wassertank bekommen.

Hier noch mal was zu dem Preikestolen.

 

 

Nun die Fakten:

Gefahrene Strecke 209 KM
Unterwegs in Stunden 6 Stunden
Verbrauch 34L
Kosten für den Tag +45€ Campingplatz
75€ Tanken
= 120€
Kosten Gesamt bis jetzt =944,50€
+120€
=1064,50€
Campinplatz Kjærtveit Camping AS
Gesamtbewertung 1 von 5 Sterne
  Hereidsv. 4
5786 Eidfjord
Warum eine solche fiese Bewertung:
Der Preis ist eindeutig zu hoch, unser Tarif wurde meiner Meinung nach falsch Berechnet. (Bus) der Punkt (Caravan, Camping Car) wurde nicht auf uns angewandt. Es gibt keine Kochmöglichkeit, KEIN Warmwasser – nur gegen Bezahlung. Alles ziemlich Altbacken, zumindest aber sauber und gepflegt. Wir hätten es handhaben sollen, wie das ältere Ehepaar nach uns.
Flüchten.

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